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Das Archiv2017-09-01T12:57:07+00:00

Die Neuen sind da!

 

Neue Auswahl an Bedienstiften für Smartphones und Tablet-PCs mit kapazitivem Touchscreen im shop4nerds!

Neue Auswahl an Bedienstiften für Smartphones und Tablet-PCs mit kapazitivem Touchscreen im shop4nerds!

Aufgrund der regen Nachfrage habe ich eine kleine Auswahl günstiger Eingabestifte für kapazitive Touchscreens in den shop4nerds aufgenommen. Ab heute finden sich  drei neue Stifttypen in zwei Farben (Chromeffekt/silbern und schwarz) in der Auswahl im Shop. Alle Stifte haben eine Silikonspitze, die entweder rund oder abgeflacht ist. Die runden Silikonspitzen sind zudem hohl und passen sich durch leichten Druck der Oberfläche des Touchscreens an. Im Gegensatz zu den Stiften von Dagi, die ich auch weiterhin anbiete, gleiten die Silikonspitzen deutlich schlechter über die glatten Oberflächen der Touchscreens – ideal zum schnellen Tippen von kurzen Texten wie SMS oder Statusmeldungen auf Facebook, Twitter und Co..

Die neuen Eingabestifte verfügen entweder über einen Clip zum Mitführen in der Hemd- oder Anzugtasche oder sie sind zusammenschiebbar und haben einen kleinen Stöpsel, mit dem sie sich wie ein Klinkenstecker in den Kopfhörerausgang des Smartphone oder Tablet-PCs stecken lassen. So haben Sie Ihren Stylus, bzw, Touchpen/Stift immer dabei – natürlich kann man die auch am Schlüsselbund befestigen!

Ich weiß, dass vergleichbare Eingabestifte durchaus teuerer zu haben sind, aber aufgrund meines Direktimportes aus der Volksrepublik China und der Ausschaltung von Zwischenhändler und Distributoren, kann ich diesen Vorteil an meine Kunden weitergeben und die Eingabestifte für je 3,49 € pro Stift im shop4nerds anbieten!

P.S.: Natürlich habe ich die Ware auf Lager, bei mir gibt’s kein “Ich warte auf die Lieferung”,  “Artikelstandort Hong Kong, Korea oder Taiwan!” oder “Lieferzeit bis zu 14 Tage.” und versendet wird im shop4nerds in der Regel am auf der Gutschrift der Zahlung folgenden Werktag!

17. Mai 2011|0 Kommentare

10 Dinge, die man in China lieber unterlassen sollte, wenn man nicht unangenehm auffallen möchte.

 

Andere Länder andere Sitten!

Seien wir ehrlich: Natürlich ist der oben zitierte Sinnspruch arg strapaziert, aber gerade in China – mit seinen vielen Tabus und Traditionen – können soziale Interaktionen ein wahres Minenfeld von Fettnäpchen sein. Viele westlich orientierte Besucher fühlen sich in der ersten Zeit in China, wie der Schwanz der Hauskatze in einem Zimmer voller Schaukelstühle, auf denen hyperaktive Kinder sitzen. Obwohl viele dieser Tabus im Zuge eines sich änderenden Zeitgeistes verschwinden,  gibt noch einige Dinge, die man als Besucher lieber vermeiden sollte. Wer sich als Europäer oder Amerikaner in einem völlig anderen Kulturkreis bewegt, sollte sich zumindest des Umfanges der kulturellen Unterschiede bewußt sein.

Nachfolgend nur ein paar davon:

  • “Vielen Dank für die Visitenkarte – ich gucke später drauf. “

Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass man eine Visitenkarte, die man von einem Chinesen empfängt, würdigen und ein paar Sekunden studieren sollte, bevor man sie einsteckt . Aber viele Menschen beherzigen immer noch nicht, dass man die Visitenkarte nicht in die Gesäßtasche steckt oder in der Seitentasche der Hose verschwinden läßt. Für einen Chinesen ist das gleichbedeutend damit, dass Sie auf “ihm sitzen”…  (im betriebswirtschaftlichen Sinne natürlich …) Zumindest “entwürdigen” Sie der Person damit.

  • “Hier, nimm meinen Regenschirm.”

Auch wenn diese Damen gerade gut einen neuen gebrauchen könnten, bieten Sie besser niemandem Ihren Regenschirm an.

Auch wenn diese Damen gerade gut einen neuen gebrauchen könnten, bieten Sie besser niemandem Ihren Regenschirm an.

Bieten Sie einem chinesischen Freund, Geschäftspartner oder Kollegen nie einen Regenschirm an, wenn es anfangen sollte zu regnen. Auch wenn es als höfliche Geste von Ihnen gemeint ist, verbirgt sich dahinter ein Tabu, das einen sprachlich bedingten Hintergrund hat. Das Wort für “Regenschirm” klingt im Chinesischen sehr ähnlich wie das Wort für “Trennung”. Das Anbieten eines Regenschirmes kommt daher eher einer Geste gleich, die bei uns “die Freundschaft kündigen” bedeuten würde. Wenn Sie allerdings genau das vorhaben, ist das Anbieten eines Regenschirmes eine gute Idee. 🙂

  • “Und? Trinken wir noch einen nach dem Essen?”

Verzichten Sie nach dem Essen mit chinesischen Freunden oder Geschäftspartnern auf einen “Absacker”. Alkohol nach dem Essen wird von Chinesen oft mit dem “letzten Getränk vor dem Tode” assoziiert – ähnlich wie bei und die “letzte Zigarette”. Und wer will schon, dass der nächste Drink der letzte wird? Wenn Sie sich mit Ihrem chinesischen Freunden einen hinter die Binde gießen wollen, machen Sie das während des Essens und nicht danach.

  • “Oh, wie schön –  ein Geschenk! Das muss ich sofort aufmachen. “

Falls Sie etwas von einem Chinesen als Geschenk bekommen, ist alleine dieser Akt schon ein Zeichen hoher Wertschätzung, aber zumindest großer Akzeptanz. Aber bitte packen Sie das Geschenk nie in Gegenwart des chinesischen Schenker aus und erwarten Sie auch nicht, dass ein Chinese Ihr Geschenk in Ihrem Beisein öffnet. Auch wenn das iPhone-förmige Päckchen Sie noch so verführerisch anlächelt, wird es Ihnen vielleicht nicht gelingen, Ihren enttäuschten Gesichtsausdruck zu verbergen, wenn Sie feststellen, dass es sich um einen Gedichtband mit Posie aus der Tang-Dynastie handelt und nicht um das Gadget Ihrer Träume. 🙂 Wenn ein Chinese Sie wortwörtlich und sprichwörtlich dazu bringt, vor ihm Ihr “Gesicht zu verlieren”, beschämt er damit gleichzeitig gleichermaßen sich selbst. Schützen Sie also bitte Ihren chinesichen Freund davor, vor Ihnen in Verlegenheit zu geraten.

  • “Aargh!”

Wahren Sie in jeder Situation die Contenance. Auch wenn Ihnen vieles fremd oder gar gefährlich vorkommt, verhalten Sie sich in China nicht, als wären Sie Gast in einer Nachmittagstalkshow! Der Verlust der Beherrschung in der Öffentlichkeit ist in China ebenfalls ein Verlust von Ansehen – sowohl für denjenigen, der sich gerade aufregt, als auch für denjenigen, der das mitansehen muss. Behalten Sie also einen kühlen Kopf und ein beherrschtes Temperament. Dazu gehört auch, dass Sie sich nicht aufregen, wenn Sie (wieder mal) den halsbrecherischten Taxifahrer der Stadt erwischt zu haben scheinen.

  • “Happy Birthday. Hier ist eine schöne Uhr… “

In westlich orientierten Ländern kann eine schöne Uhr ein gutes Geschenk sein, nicht so in China!
Eigentlich sollte es sich ebenfalls schon herumgesprochen haben, dass der Akt des Angebotes einer Uhr ähnlich klingt, wie “am Totenbett eines nahen Verwandten zugegen sein” – und damit die Bedeutung “Drop dead!”, “Fall doch tot um!” oder “Deine Zeit ist bald abgelaufen…” erhält. Sogar das Ticken einer Uhr als solches wird mit dem unvermeidlichen Gang zum Grab assoziiert. Auch wenn Sie glauben ein tolles Geschenk gefunden zu haben – lassen Sie es einfach doch lieber! (Edit: Bitte beachten sie den Kommentar unter diesem Beitrag!)

  • “… und ein Taschentuch.”

Ähnliches gilt für Taschentücher – kein gutes Geschenk, weil man sich damit gewöhnlicherweise auch die Tränen abwischt. In Deutschland verschenkt man ja auch keinen Kaktus, weil einem sonst unterstellt wird, dass man sich insgeheim wünscht, dass der Beschenkte sich daran sticht.

  • “Können Sie Ihr Handy ausschalten?”

Und wenn es Ihnen auch noch so gegen den Strich geht, fordern Sie nie einen Chinesen auf, sein Handy auszumachen oder seinen Klingelton leiser zu drehen. Chinesen achten schon selbst drauf, wann und wo es angebracht ist, sein Handy anzulassen und es wird als großer Verlust von Ansehen empfunden, wenn man dann tatsächlich aufgefordert wird, sein Handy auszumachen!

So sieht ein “gehörnter Ehemann” in China aus – er hat einen grünen Hut auf.

  • “Hey, Mann. Hier gibt’s einen grünen Hut für dich. “

Wieder so ein Geschenke-Tabu: Schenken Sie einem verheirateten Mann keinen grünen Hut oder Mütze. “Den grünen Hut aufgesetzt bekommen” ist nämlich vergleichbar damit “Hörner aufgesetzt zu bekommen” – mit einem grünen Hut unterstellen Sie dem Mann, dass seine Frau ihn betrügt und er nichts davon mitbekommt!
Ja, ja – so ist China!

  • “Was guckst Du?”

Auch wenn Sie als Europäer durchaus mal Ziel des Blicke Ihrer chinesischen Umgebung sind, vermeiden Sie es einfach, zu lange Augenkontakt zu suchen und zu halten! Das gilt sowohl für Anstarren als auch für wohlwollende oder bewundernde Blicke. Nonverbale Äußerungen oder Gesten sind noch viel schwerer zu erkennende Fettnäppchen, als Worte! Zuviel “Glotzen” wird in der Regel als Missbilligung ausgelegt, auch wenn es mit Sympathie gemeint ist und zu langes “Anstarren” wird von vielen Chinesen als bedrohlich empfunden. Das heißt natürlich nicht, dass Sie einen Gesprächspartner nicht auch mal ansehen sollen – etwa ein Drittel der Zeit Augenkontakt suchen ist eine gute Faustregel.

Wie schon eingangs erwähnt, verlieren viele dieser Regeln bei den jüngeren Generationen an Wichtigkeit und Beachtung, aber Chinesen sind in der Regel sehr traditionsbewußt und kennen die Bedeutungen zumindest. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, beherzigen Sie die oben genannten Regeln im täglichen Leben in China oder im Umgang mit chineschen Freunden lieber – zeigen Sie Rücksicht, Einsicht und vor allem kulturelles Entgegenkommen und Verständnis – insbesondere bei der Kommunikation mit der älteren Generation. Täte uns in Deutschland auch gut, oder?

UPDATE! Bitte unbedingt die Kommentare auf diesen Artikel beachten!

Sofortueberweisung.de vs Giropay

Laut einer ARD/ZDF-Oline-Studie sind in Deutschland 49 Millionen Menschen im Alter ab 14 Jahren online – das entspricht 69,4 % der Bevölkerung (Stand: August 2010). Ebenfalls im Jahre 2010 haben die Deutschen rund 8,2 Milliarden Euro für ihre Weihnachtseinkäufe online ausgegeben. Das bedeutet, dass in Deutschland rund ein Fünftel (20,4 Prozent) der Ausgaben für Weihnachtsgeschenke an Onlinehändler flossen.  e-commerce ist nicht nur aus dem Handel nicht mehr wegzudenken – er boomt, wie nie zuvor.

Doch hinter den Kulissen des Online-Handels tobt abseits der normalen Konkurrenz unter Online-Händlern ein kleiner Krieg auf einem Nebenschauplatz, der mit immer härteren Bandagen ausgetragen wird. Die Rede ist vom Kampf Sofortueberweisung.de vs Giropay. Beide bieten ein Überweisungssystem in Form von Online-Banking nach dem TAN-Verfahren an. Giropay wurde tritt als Kämpfer der Postbank, Sparkassen und Volks- & Raiffeisenbanken auf, während Sofortueberweisung.de ein Geschöpf des Anbieters Payment Network AG ist. Die Kontrahenten seien kurz vorgestellt:

Giropay…
… wurde als Online-Zahlverfahren innerhalb der deutschen Kreditwirtschaft entwickelt. Ein angeschlossener Online-Händler kann seinen Kunden so eine einfache und sichere Schnittstelle zur Bezahlung innerhalb seines Online-Shops anbieten. Obwohl mit der Postbank, den Sparkassen und den Volks- und Raifeisenbanken die großen Privatkundenbanken mit an Bord sind (bzw. das Schiff gebaut haben), bleibt die Zahl der Banken bisher beschränkt.

Sofortueberweisung.de…
… geht als “Drittanbieter” und Zahlungsvermittler einen ganz anderen Weg, um ein Bezahlsystem für Online-Einkäufe zu entwickeln. Auch Sofortueberweisung.de bietet Onlinehändlern (und deren Kunden) eine Schnittstelle zur Überweisung, greift aber auf die Online-Formulare der Banken im Internet zurück. Dazu wird der Kunde auf eine Seite von Sofortueberweisung geleitet und gibt dort seine Zahlungsdaten ein. Sofortueberweisung leitet die Zahlungen auf die verschiedenen Überweisungs-Formulare der Zielbanken weiter und löst die Online-Überweisung für den Kunden aus.

Bei beiden Anbietern bekommt der Händler sofort Rückmeldung über den Abschluss der Zahlung und wird seine Ware in der Regel deutlich schneller versenden, als bei einer händisch ausgeführten Überweisung, bei der er noch auf die Gutschrift des Kaufbetrages auf seinem Konto warten muss.

Sofortueberweisung.de ist ein leicht erweiterbares System, weil die Banken und Kreditistitute sich nicht erst zusammenschließen müssen, um eine Infrastruktur für die sichere Datenübertragung zu schaffen. Somit lassen sich mit Sofortueberweisung deutlich mehr Banken ansprechen. Die bekommen nicht mal etwas davon mit, ob der Kunde nun direkt eine Online-Überweisung ausgelöst oder seine Bezahlung mit Sofortueberweisung.de angewiesen hat.

Gerichte…
Das Vorgehen von Sofortueberweisung.de war Giropay natürlich ein Dorn im Auge und ein Stachel im Fleisch – schließlich möchte Giropay seinen eigenen Online-Überweisungs-Service vermarkten. Anfang 2011 reichte Giropay Klage beim Landgericht Köln gegen Sofortueberweisung.de ein. Begründet ist die Klage damit, dass Sofortueberweisung.de die Kunden von Giropay dazu verleite, gegen die Allgemeinen Geschäftbedingungen der Banken zu verstoßen, da diese es in der Regel verbieten, dass die Kunden Dritten geheime zur Online-Überweisung notwendige Daten, wie PIN und/oder TAN mitteilen. Eine Entscheidung des Kölner Landgerichts wurde für den Herbst 2010 erwartet. Eine Fortführung des Geschäftsmodells von Sofortueberweisung.de hätte in der derzeitigen Form ein jähes Ende gefunden, wenn das Gericht zu Gunsten Giropays entschieden hätte – doch es kam anders: Das Bundeskartellamt schaltete sich in den Fall ein.

Zwangsause vor der zweiten Runde...

Zwangsause vor der zweiten Runde...

…und Ämter
Das Bundeskartellamt will vor der Entscheidung überprüfen, ob die Kreditinstitute ihre AGB bewusst geändert haben, um so Sofortüberweisung.de per Gericht aus dem Markt zu drängen. Diese Prüfung wird voraussichtlich großen Einfluss auf das Urteil haben – fraglich ist aber bis dato in welche Richtung, denn laut TÜV-Prüfungen geht Sofortueberweisung mit seinem System mit der erforderlichen Sorgfalt mit den Kundendaten um. Im Prinzip wurde durch die Behörde in einem laufenden Prozess die “Pause-Taste gedrückt”. Beide Unternehmen betreiben somit vorerst “Business as usual” und bieten ihre Systeme zur Online-Überweisung parallel an.

Verunsicherung bleibt
Der Kampf von Sofortueberweisung.de gegen Giropay liegt nun erstmal auf Eis. Die Deutsche Gerichte und Ämter haben ja den Ruf, nicht besonders schnell zu arbeiten. Es ist fraglich, wann eine Entscheidung fallen oder ob und wie die nächste Runde eingeläutet wird. Der schale Geschmack der Verunsicherung bleibt bei den Online-Händlern  zurück, die ihren Kunden eine sichere Methode zur Online-Überweisung auf einer nachhaltigen rechtlichen Grundlage bieten wollen. Solange ein schwebendes Verfahren vor einem Landgericht im Raume und wie ein Damoklesschwert über Sofortueberweisun.de hängt und eine Prüfung des Bundeskartellamtes zu einer erzwungenen Änderung des AGBn der größten deutschen Privatkundenbanken führen könnte, scheuen sich viele Online-Händler, sich für das eine oder das andere Online-Überweisungssystem zu entscheiden. Auf welches Pferd soll man setzen, wenn das eine gewürgt wird und das andere einen Klotz am Bein hat? 🙂

Den letztlichen Schaden hat auch der Kunde, der nicht nur Wert auf Datensicherheit, sondern auch auf rechtliche Sicherheit legt. Viele entziehen sich dem, indem sie sich alternativen Bezahlmethoden wie PayPal zuwenden oder indem sie der “guten alten” händischen Überweisung vertrauen – online oder offline auf Papier.

Regierung vs Google reloaded – YouTube im Fadenkreuz

Ich schätze die Computerzeitschrift c’t vom Heise-Verlag für weitaus mehr als die Berichterstattung über neueste Entwicklungen der Computertechnik. In der Ausgabe 8/2011 vom 28.03.2011 auf Seite 44 zeigt sich, dass das Computermagazin auch immer wieder für investigativem Journalismus gut ist.

Sehen unsere YouTube-Clips bald so aus?

Sehen unsere YouTube-Clips bald so aus?

Nachdem Google’s Streetview im letzten Jahr erfolgreich gezwungen wurde, auf Antrag von Benutzern, Häuser und Gesichter zu verpixeln, soll es nun nach dem Willen unserer Regierung den Tochterunternehmen YouTube und Google Video an den virtuellen Kragen gehen. Das vorgebliche Motiv einer geheimen ministeriumsübergreifenden Arbeitsgruppe ist der Schutz der Persönlichkeitsrechte seiner Bürger auf den Videoplattformen – ein eher zweifelhaftes Motiv, wenn man die Konsequenzen bedenkt, die sich dem Fall “Regierung vs. Google – die Zweite” ergeben könnten. Aber beginnen wir mal lieber am Anfang:

Worum geht’s…?
Die Umstände, unter denen die c’t an die Hintergrundinformationen zu ihrem Artikel kam, klingen ein wenig wie der Umschlagtext eines Spionageromanes aus der Bahnhofsbuchhandlung. Die Bundesregierung beruft offenbar eine kleine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern des Bundesministeriums der Justiz und des Inneren und gibt ihr den Auftrag zur Untersuchung der potentiellen Verletzung von Persönlichkeitsrechten ihrer Bürger auf den Videoplattformen YouTube und Google Video. Außerdem soll scheinbar gleich ein Plan und eine Machbarkeitsstudie mitgeliefert werden, die die automatische Verpixelung von Gesichtern in Videos auf Antrag ermöglichen soll. Die Arbeitsgruppe erstellt ein Positionspapier (bzw, dessen Enturf) und faxt dieses aufgrund eines Zahlendrehers versehentlich an einen beherzten c’t-Leser. Der oder die düfte wahrlich überrascht gewesen sein, ein Fax mit dem Titel “Positionspapier der Bundesregierung zur Bekämfung von Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch Videoplattformen im Internet” von der “Arbeitsgruppe Persönliche Rechte im Internet und die Legislative”  in seinem Ausgabefach oder Faxspeicher vorzufinden. Der Hinweis “INTERNES DOKUMENT, NICHT AN DRITTE WEITERGEBEN!” in Versalien wurde jedenfalls von dem Leser ignoriert – für Wikileaks war der Inhalt scheinbar nicht spektakulär genug, stattdessen ging er an die c’t-Redaktion, die sich dem Thema annahm und sich erstmal beim Justizministerium nach der Arbeitsgruppe erkundigte. Erfolglos, denn die Regierung leugnete die bloße Existenz eines solchen Gremiums.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP - offensichtlich) - ist sie die Initiatorin der geheimen Arbeitsgruppe? Bildquelle: Wikipedia, Urheber: # Akriesc, derivative work: Emdee

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP - offensichtlich) - ist sie die Initiatorin der geheimen Arbeitsgruppe? Bildquelle: Wikipedia, Urheber: Akriesc, derivative work: Emdee

Der Inhalt
In dem Entwurf wird von Google gefordert, eine Website einzurichten (ähnlich der für Google Streetview) auf der ein Internetnutzer drei biometrische Fotos in Front-, Seiten und Dreiviertansicht von sich selbst hochladen kann. Diese Bilder soll Google mit allen (!) auf YouTube hochgeladenen Videos gegenprüfen und gegebenenfalls die dargestellte Person verpixeln. Da sich YouTube nicht “mal eben” zu einem bestimmten Zeitpunkt einfrieren läßt, würde laut c’t daraus folgen, dass Google bei jedem neuen Antrag den kompletten Datenbestand neu durchsuchen müsste. Die Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), sagte noch Anfang März in einem Interview, dass

…ein Widerspruchsrecht der Bürger gegen unbegrenzte Veröffentlichung ihrer Daten im Internet geregelt werden.

Offenbar ist das jetzt soweit.

Geht das alles überhaupt?
Ja. Die c’t hat’s ausprobiert und dann hochgerechnet. YouTube hat zwar zur Zeit 140 Mio Videos online, aber mit etwas Geschick in der Vorauswahl und 70.000 Rechenkernen sollte es Google möglich sein, alle (!) YouTube Videos innerhalb einer Sekunde nach Personen auf den eingereichten Fotos zu durchsuchen. Die Technik dazu steht wahrscheinlich sowieso schon in den Startlöchern, Google hat sie nur noch nicht freigeschaltet. Die Realisierung wäre also grundsätzlich technisch möglich. Die Frage nach dem Sinn der Aktion und der Vielzahl von rechtlichen Problemen, die sich wie ein Rattenschwanz hinter der Forderung herziehen, bleibt leider in dem Positionspapier unbeantwortet. Da beschleicht einen das Gefühl, dass irgendwer in der Regierung eine unausgegorene Idee hatte, die natürlich sofort auf Kosten des Steuerzahlers auf Machbarkeit hin überprüft wurde, ohne die sich daraus weiter ergebenden Konsequenzen zu bedenken. Man fragt sich, wozu der Aktionismus gegen Google und Youtube (und später denn wohl auch gegen andere Videoportale) gut sein soll.

Wozu das Ganze?
Nicht erst seit Google Streetview sind große Teile der deutschen Bevölkerung sensibilisiert, was den Datenschutz angeht. Das hindert niemanden ernstlich daran, auf dem Microblogg-Dienst Twitter zu veröffentlichen, wann er sich am Hintern gekratzt hat, auf Facebook diversen Unternehmen mit “Orte”  freiwillig die Daten für ein die mögliches Bewegungsprofil zu liefern oder zugunsten eines Gutscheines für einen kostenlosen Hamburgers, seine Kaufinteressen preiszugeben. Aber letztenendes sind dies doch alles Daten, die jeder freiwillig veröffentlicht und die Bundesriegrung fordert doch den Schutz der Persönlichkeitsrechte seiner Bürger auf YouTube Videos, die jeder Hinz und Kunz von ihm oder ihr gedreht haben und ohne sein/ihr Einverständnis veröffentlicht haben kann. Ist das denn nicht gut, wenn der Staat so fürsorglich ist?

Abgesehen von der Frage der technischen Machbarkeit wirft das Positionspapier eine vielzahl von rechtlichen Fragen auf, die gänzlich unbeantwortet bleiben.

  • Wie sieht es bei Mißbrauch aus?
  • Wessen Persönlichkeitsrechte gehen vor, wenn sich zwei Personen zum Verwechseln ähnlich sehen?
  • Wie schnell muss einem Antrag auf Verpixelung nachgekommen werden?
  • Wie verifiziert man die Person, die den Antrag stellt? (Mit dem E-Personalausweis geht das übrigens nicht, bliebe nur das langsame Postident-Verfahren)

Aber entscheident ist doch, die Frage, ob Google überhaupt das Recht hat, Content zu ändern, der nicht von dem Unternehmen selbst erstellt wurde. Schließlich ist YouTube eine Plattform, die wie alle anderen Videoportale weder Urheber ist, noch automatisch irgendwelche Rechte aus dem Upload des Videomaterials ableitet. Zu Bildern von Usern der Google Streetview Community hat sich Google Produktmanager Andreas Türk gegenüber der c’t eindeutig geäußert:

Wir werden keine Zensur an User Generated Content betreiben.

Bleibt letztenendes die Frage der Motivation unserer gewählten Regierung für das Ansinnen, Google zum Verpixeln auf Anfrage zu zwingen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es in erster Linie gar nicht um den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Bürger geht, sondern das diese Idee nur vorgeschoben ist, um etwas ganz anderes umzusetzen. Wer sich jetzt mal kurz zurücklehnt, die Augen schließt und sich still fragt: “Was könnte eine Regierung mit einer Staatsverschuldung von gut und gerne 2 Billionen Euro von einem Unternehmen mit einem Wert von 160 Milliarden Dollar (“Teuerste Marke der Welt” – Stand 2010) bloß wollen?” 😉 Die Antwort liegt auf der Hand: Geld!

Im Zuge der Diskussion um Google Streetview scheint die Regierung ein Instrument gefunden zu haben, mit dem sie an dieses Geld kommen will. Das Mittel, das die Regierung aller Erwartung nach gegen dauerhaften Verstoß von Google als Sanktion einsetzen wird, ist eine monatliche Geldbuße. Sogar das Positionspapier der  Bundesregierung gibt schon einen Hinweis auf die denkbare Höhe:

Bei der Bemessung des Bußgeldbetrages ist zu bedenken, dass er einen angemessenen Hemmungseffekt entfaltet.

Wenn man im Hinterkopf behält, dass es für Google schlicht und ergreifend einfacher sein könnte, eine Dauerstrafe zu zahlen, als die Forderungen des Gremiums umzusetzen, liest sich das nach “bis an die Grenze des Machbaren gehen, um möglichst viel Geld aus Google (und den anderen Videoplattformen) rauzuquetschen” – ist ja nicht so, dass die das Geld nicht hätten.” Schade, dass das vorgeschobene Ansinnen, die Rechte des Bürges zu schützen, dabei völlig auf der Strecke bliebe. Irgendwie bleibt da so ein schales Gefühl, wie man es hat, wenn man von einer mobilen Radarfalle geblitzt wird und widerwillig die Strafe zahlt, obwohl weit und breit weder ein Kindergarten oder eine Schule, noch ein Fußgängerüberweg  zu sehen ist und man sich fragt: “Warum gilt hier eigentlich 30km/h?”.

Das Zauberwort der Politik für die dauerhafte Duldung eines Rechtsverstoßes lautet scheinbar “Gewinnabschöpfung”. Der Staat sucht sich ein zahlungspotentes Opfer, leitet aus anderen populären Rechtsvorschriften eine neue Regel ab, und duldet den dauerhaften Verstoß gegen diese Regel gegen Zahlung einer monatlichen Strafe, deren Höhe sich möglichst knapp unterhalb der Kosten für eine Durchsetzung der neuen Verordnung bewegt. Ich persönlich würde das “Schröpfen” nennen oder besser noch “Gewinnabschröpfung”.

Deutschland galt früher als das Land der Dichter und Denker – heute scheinen unsere Politiker weniger daran interessiert zu sein, ihre Bürger wirksam zu schützen, als darüber nachzudenken, die Staatseinnahmen dauerhaft zu erhöhen. Da fragt man sich, ob diese Denker noch ganz dicht sind… 🙂

Parrot AR Drone – mehr als ein Spielzeug für Nerds und solche, die es werden wollen…

Kabelloser Spaß neu definiert - die AR Drone von Parrot

Kabelloser Spaß neu definiert - die AR Drone von Parrot

Der Slogan des französischen Unternehmens Parrot (übersetzt “Papagei”) lautet “move wireless” und schlägt sich praktisch in allen Parrot-Produkten nieder. Ob  kabellose Lautsprecher mit ausgefallenem Design, digitale Bilderrahmen für’s heimische Ambiente, Stereo- oder Freisprechsysteme für PKW oder Motorrad – alles funktioniert über WIFI oder bluetooth mit kabelloser Funkübertragung. In sämtliche Entwicklungen von Parrot fließen diese Erfahrungen mit kabelloser Datenübertragung ein.

Parrot schreibt auf seiner Website über sich selbst:

Parrot ist weltweit einer der führenden Anbieter für kabellose Geräte rund um die Mobiltelefonie und setzt seit jeher den Schwerpunkt auf modernste Innovationen.

Dem kann man wirklich nur schwer widersprechen, aber ein “Spielzeug” von Parrot hat in Modellbauer-Kreisen für echtes Aufsehen gesorgt und neue Maßstäbe in der Szene gesetzt – die Parrot AR Drone. Die Drone ist ein Quadrocopter, der sich mittels WIFI vom iPhone oder iPod touch, fernsteuern läßt. Dabei überträgt die Drone in Echtzeit Bilder von eingebauten Kameras auf den Bildschirm der “Fernbedienung” iPhone. Mit der Drone hat Parrot die Meßlatte für die Bedienung von Flugdronen im Heimbereich wirklich hoch aufgelegt.

Durch mitgelieferten Stoßschutz auch für Flüge in Innenräumen geeignet.

Durch mitgelieferten Stoßschutz auch für Flüge in Innenräumen geeignet.

Zur Zeit wird die Parrot AR Drone in Deutschland für 299,- Euro angeboten. Vergleichbarer Funktionsumfang und Technik findet man eigentlich bei keinem Hersteller und Eigenbauten sind nur für Tüftler und sehr engagierte Modellbauer für diesen Preis realisierbar (mal ganz abgesehen von der Programmierung einer App für’s iPhone/iPod touch). Die Drone wartet nämlich mit ein paar Extras und Finessen auf, die man bei anderen Herstellern vergeblich sucht:

  • kabellose Bildübertragung zum iPhone/iPod touch in Echtzeit
  • Steuerung über den kapazitiven Touchscreen (keine Funk-Fernbedienung nötig!)
  • 2 Kameras onboard (Front und Unterseite)
  • Lagesensoren und elektronische Stabilisationshilfen (für Anfänger geeignet)
  • Support (Firmware-Updates und App in iTunes)
  • Styropor-Schutz (für Flüge in Innenräumen)
  • hervorragende Akku-Leistung
  • leichte Ersatzteilbeschaffung
  • große von Parrot unterstützte Community

Fazit
Parrot hat zu einem vergleichweise günstigen Preis eine Menge High-Tech in die AR Drone gepackt. Man muss kein Modellbauer oder Bastler sein, um sofort großen Spaß an der AR Drone zu entwickeln. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit beherrscht man einfache Flugmanöver. Der “Blick aus dem Cockpit” in der Ego-Perspektive und die Steuerung per Touchscreen sind intuitiv und machen einfach einen Heidenspaß.

Tipp: Home Inn China – günstige Hotelkette für Globetrotter und bescheidene Hotelgäste

China ist groß und bietet tausende von Hotels für Touristen. Aber die Auswahl ist unübersichtlich und es ist nicht gerade einfach, als Backpack-Traveller ein einfaches Hotel zu finden. Viele Hotels erfüllen natürlich internationale Standards, allerdings auch im Preis. Eine Alternative sind Zimmer in Hotelketten – wie die Home Inns.

Home Inns gibt es praktisch in allen größeren Städten Chinas – zumindest aber in den Provinzhauptstädten. Im Osten ein paar mehr, nach Westen oder in entlegenden Gegenden ein paar weniger. Ich habe in insgesamt drei verschiedenen Zimmern (und Hotels) der Kette genächtigt.

Ich bin, was die Hotelwahl angeht, nicht besonders wählerisch. Für mich war wichtig, dass es halbwegs sauber ist, dass ich irgendwo schlafen kann und vor allem, dass es nicht teuer ist. Genau das bieten die Home Inn. Auf jeglichen Luxus (wie Zimmer-Service) kann ich gut verzichten, obwohl auch den einige Home Inn in eingeschränkter Form anbieten.

Kosten
Für alle, die günstig in China übernachten wollen, das Interessanteste zuerst. Ein Zimmer mit Kingsize-Bett in einem Hotel der Home Inn-Kette kostet zwischen 200 und 230 Yuan pro Übernachtung – das entspricht zur Zeit sagenhaften 21,- bis 25,- Euro – über den Daumen gepeilt. Der Preis beinhaltet nur die Übernachtung, Frühstück ist exklusive und kostet um die 15 Yuan (1,60 Euro). Dazu kann ich allerdings nix sagen, weil ich ‘eh immer außerhalb gegessen habe. Natürlich bekommt man auch deutlich teurere Zimmer in der Home Inn-Kette.

Bezahlt wird übrigens nicht im voraus, sondern man gibt an, wie lange man zu bleiben plant. Anschließend hinterlegt man eine Kaution (“deposit”), die in der Regel das 1.5-fache des Preises des Zimmers pro Nacht beträgt. Verwahren Sie um Himmels Willen Ihre Quittung gut, denn später wird Ihre Kaution mit den tatsächlichen Zimmerkosten verrechnet. Wenn Sie länger als geplant bleiben, setzt sich die Rezeption irgendwann mit Ihnen in Verbindung und Sie müssen Kaution nachzahlen.

Wie alle Hotels in China übernehmen auch die Home Inn die Abwicklung der Meldepflicht für Ausländer. Man bucht sein Zimmer am Besten im voraus. Macht man das sehr kurzfristig, hinterläßt man besser eine Telefonnummer, weil die Home Inn auch gerne nochmals zurückrufen, wenn man etwas später eincheckt als geplant. Ein- und Auschecken kann man in der Regel 24h am Tag. Die Rezeption war jedenfalls durchwegs besetzt. Man kann auf kleinere Sprachprobleme treffen, wenn man spät abends anreist, aber die Leute, die an der Rezeption arbeiten, sprechen natürlich Englisch – zumindest was die Abwicklung der Formalitäten angeht. Das gilt leider nicht für den Rest des Personals, zumindest kann man es nicht erwarten. Die Menschen sind freundlich und geben sich große Mühe, die Gäste nicht zu stören.

Die Zimmer
Die Zimmer, die ich kennengelernt habe, hatten alle den Charme einer Jugendherberge in den 90er. Die Betten waren alle sauber und frisch bezogen. Allerdings tummelten sich in Beijing auch schon man ein paar kleine Wollmäuse unterm Schreibtisch. Man kann auch Pech haben und trotz Kingsize-Bett ein ansonsten wirklich kleines Zimmer erwischen. Sei’s drum – Sie wollen ja da schlafen und keinen Tanzkurs absolvieren, oder?

Auch ein cooles Zimmer. Die Dusche mitten im Raum mutet es ein wenig an, wie auf einer Raumstation. :-)

Auch ein cooles Zimmer. Die Dusche mitten im Raum mutet es ein wenig an, wie auf einer Raumstation...

Alle Zimmer haben einen Fernseher mit den üblichen staatlichen chinesischen Programmen, aber auf CCTV9 (CCTV News) gibt’s rund um die Uhr englischsprachige Nachrichten. On-Demand-Video o.ä. sucht man vergeblich. Zur Zimmerausstattung gehört ein Wasserkocher, ein paar Flaschen Wasser (0,5L) oder gleich ein Wasserspender, der bei Bedarf auch heißes Wasser für Tee oder Instant-Kaffee liefert (den man sich aber selbst mitbringen muss). Alle Zimmer, die ich hatte, haben einen Internetanschluss in Form eines Patch-Kabels, das aus einer Netzwerkdose aus der Wand hängt. WLAN gehört wohl eher nicht zur Grundausstattung. Natürlich gibt’s die üblichen chinesischen Internetbeschränkungen. Ansonsten ist die Ausstattung karg: Ein Schreibtisch, Stuhl, eventuell Kofferablage, kein Schrank (!), zwei Becher oder Tassen, ein paar (etwas wackelige) Ablagen im Bad, ein eingeschweißtes Set aus Zahnpasta und Zahnbürste – sonst nix.

Die Zimmer, sind in der Regel Raucherzimmer, ein Aschenbecher steht irgendwo im Zimmer, manchmal treibt der sich am Fenster rum. Das Rauchen auf dem Bett ist verboten, die Fenster lassen sich nur teilweise öffnen. Die Lichtschalter sind Chinesich und Englisch beschriftet. Manchmal stößt man auf Improvisation bei Installationen oder Reparaturen der Zimmer. Da gibt’s schon mal eine Schraube, die das Öffnen eines Fensters verhindert oder einen dünnen Schlauch, der aus des Decke in der Dusche in den Abfluss führt und dessen Sinn und Zweck mir bis heute verborgen blieb. Für 21,- Euro pro Nacht frage ich aber auch nicht nach.

Die Zimmer sind natürlich mit kleinen Hinweiskärtchen versehen, wie Wäscherei-Service, Kosten der Einrichtung, wenn man was kaputt macht oder klaut, Fernseh-Bedienhinweise und meist eine Karte der Stadt, in der man sich befindet. Schlauerweise komplett in Mandarin. 😉 Man bekommt an der Rezeption zusammen mit der Schlüsselkarte ein kleines Papieretui, auf dem der Name des Hotel und die Adresse in Englisch und Mandarin stehen. Sehr nützlich, um sie dem Taxifahrer zu geben, wenn man wieder zurück ins Hotel will – wäre da nicht der Umstand, dass der Aufdruck der chinesischen Schriftzeichen viel zu klein ist. Also besser nach einem Taxifahrer ohne Sehschwäche suchen. 😀

...es geht aber auch ganz "normal".

Die Zimmer werden nach einem Mindestmaß sauber gehalten. Die Betten werden gemacht und (zumindest in den Hotels, in denen ich von Home Inn war) konnte man den Laptop herumstehen lassen. Der Reinigungsservice spricht zwar nur in Ausnahmefällen Englisch, aber zumindest wurde mit der Zimmerkarte geprüft, ob ich wirklich Gast bin und das Zimmer bewohne, als ich mal während der Zimmerreinigung in mein Zimmer zurückkehrte. Trotzdem sollte man auf keinen Fall Bargeld herumliegen lassen. Die Home Inn haben keine Safes auf den Zimmern, bieten aber die Verwahrung im Hotelsafe an. Aus welchen Gründen auch immer sind die Chinesen mit dem Toilettenpapier etwas geizig. Seien Sie sparsam damit. Übrigens gibt’s keine Toilettenbürsten in China (ich glaube, die finden das einfach zu ekelhaft), dafür haben die Toiletten ein “Durchspülsystem” anstelle eines einfachen Abflusses. Ich überlege schon, mir auch so eine Toilette zuzulegen. 🙂 Insgesamt sollte man auf die Zimmerreinigung nicht allzu viel Wert legen. Ab und an wird durchgefegt, die Betten täglich gemacht, die Toilette und das Badezimmer sauber gehalten, Wasserflaschen ersezt,  der Aschenbecher und Papierkörbe entleert, aber das war’s dann auch schon. Einfach und sauber – einfach sauber, aber eine Hoteltester würde hier seine Bestimmung erfüllen. 😉

In unregelmäßgen Abständen werden einem übrigens kleine Zettelchen von Damen, die “Special Services” *hust-hust* bieten, unter der Tür durchgeschoben – komplett auf Chinesich – also Glücksspiel für interessierte ausländische Gäste *g*. Wegwerfen ist sinnlos – aus geheimnisvollen Dimensionslöchern tauchen diese Kärtchen immer wieder auf. Auch das Zurückschieben auf den Flur als Zeichen von Desinteresse macht keinen Sinn. Man muss diesen Real-SPAM einfach hinnehmen.

Lage
Bezüglich der Lage sollte man keine Kompromisse eingehen. Den Vorzug sollte man Hotels geben, die

  • in der Nähe einer U-Bahn-Station liegen
  • oder wenigstens in der Nähe einer Buslinie
  • die mehrere Restaurants in der Nähe haben
  • die an einer mehrspurigen Straße liegen (wg Taxi)
  • in der Beschreibung auf Märkte oder Malls hinweisen

Ansonsten kann man eigentlich bezüglich der Lage nicht viel falsch machen.

Buchen
Leider findet sich auf der englischsprachigen Version der Website der Home Inn-Hotels keine Buchungsmöglichkeit, sondern nur eine auf der chinesischen Website von Home Inn. In Deutschland dort kann man aber schon mal nach dem richtigen Hotel suchen (Google-Übersetzer sei Dank) und dann in einem deutschen Reisebüro buchen. Oder man bucht vor Ort, was natürlich auch ein Glückspiel sein kann.

Fazit
Billig in China zu nächtigen ist einfach, wenn man nicht allzuviel Luxus erwartet. Die Home Inn-Hotelkette bietet eine kostengünstige Alternative zu teueren Touri-Hotels zu einem fairen und angemessenen Preis.

Natürlich sind meine Hinweise nur als Tipp und Erfahrungswert gemeint – keine Garantien. 🙂

20. März 2011|Schlagwörter: , , , , , , , , |0 Kommentare
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