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Zwischendurch: Warum Bitcoin Cash am Ende mit dem “Hijacking Bitcoin” erfolgreich sein könnte

Dieser Beitrag dient als Denkanstoss und geht nicht in Detail.

Worum ging’s nochmal?

Für alle die bei der Skalierungsdebatte kaum noch durchblicken eine kleine Einführung:

Das Protokol von Bitcoin muss saniert werden, um mehr Transaktion pro Sekunde verarbeiten zu können. Es gibt im Grunde zwei Lager, die das auf unterschiedliche Weise erreichen wollen: Durch SegWit zum einen und durch Vergrößerung der Blöcke zu anderen. Das SegWit-Lager besteht auf der aktuellen Blockgröße von 1 MB, während die andere Seite 2,4 und 8 MB große Blöcke präferiert.

Nach einem jahrelang schwelendem Streit gibt es für beide Seiten mehrere Initiativen – und eine Kompromisslösung. Die Kompromisslösung lautet SegWit2x und sieht vor, dass ab ca. Anfang/Mitte August 2017 SegWit aktiviert wird und Mitte November die Blöckgröße auf 2 MB angehoben wird. Gerade scheint dieser Kompromiss erfolgreich umgesetzt, da scheint eine Gruppe nicht zufrieden mit der Lösung und erzwingt einen Hard Fork, der SegWit gar nicht aktiviert und von dem die Betreiber glauben, dass er Bitcoin durch größere Blöcke weitaus besser skaliert. Die einen glauben, Satoshi Nakamoto’s Vermächtnis schützen zu müssen und meinen, dass 1MB-Blöcke dazu gehören und die Skalierung durch effiziente Softwareänderungen stattfinden muss. Für sie ist Bitcoin eher so etwas wie ein modernes Gold und universelles Tauschmittel und hat nicht den Anspruch, Geld abzulösen, sondern dient als “Bank für die Banklosen”. Die anderen meinen, dass größere Blöcke nicht gegen Satoshi’s Vision verstoßen, sondern sie im Gegenteil unterstützen. Für Sie ist Bitcoin eher das neue Geld, mit dem man problemlos seinen Kaffee bezahlen kann und das es mit Paypal und VISA aufnehmen kann.

Ob SegWit und/oder Blöckgröße ist eine Glaubens- und Prinzipienfrage und soll nicht Gegenstand dieses Beitrages sein. Der Hard Fork findet am 1. August, 12:20 p.m. statt und der resultierende Coin nennt sich Bitcoin Cash.

Bitcoin Cash

Einige Unterstützer hat Bitcoin Cash – sowohl bei großen Mining-Pools, als auch auf Entwicklerseite. Manche Handelsplattformen unterstützen den Fork und etablieren BCC, lassen den Handel aber nicht zu. Andere unterstützen beides. Einige Pools wollen BCC sogar exklusiv minen. Genaue Zahlen sind zur Stunde nicht bekannt. Viele sehen die Hashpower unterhalb 15%.

Obwohl die Mining Power gering erscheint, könnte nach dem Game-Theorem Bitcoin Cash tatsächlich die Oberhand über Bitcoin gewinnen. Warum ist das so? Es gibt verschieden hoch angesiedelt stufenweise Grenzen der Hashpower, die sich verschieden stark auf den “verbleibende” Bitcoin (Blockfindungsdauer) und Difficulty auf beiden Chains auswirken sollte.

Auch bei einem geringen Kurswert der neuen Bitcoin Währung Bitcoin Cash, gibt es Miner, die BCC minen werden. Da die Difficulty sehr hoch ist, wird ein BCC-Block bei geringer Mining Power relativ lange dauern. Bei <13% Mining Power der aktuellen Gesamtpower wird ein Block 40 Minuten oder mehr dauern. Kann der Block aber gehandelt werden und findet Buy-Support zu einem gewissen Preisniveau, wird dieser Preis (wahrscheinlich) vom Bitcoin Kurs des “echten” Bitcoin in Abzug zu bringen sein.  Sicher kann das niemand sagen, aber der Preis wird wahrscheinlich für beide Coins anfangs extrem stark  fluktuieren.

Dann sollte es eine Anpassung der Difficulty geben. Je nach Blockdauer wird die Difficulty auf beiden Chains heruntergesetzt. Je nach Anteil von Miner von Bitcoin Cash fällt diese Anpassung unterschiedlich aus. Wenn Bitcoin Cash’s Anpassung nicht nur moderat sondern sehr hoch ausfällt und es sehr einfach wird, BCC zu minen und der Preis oberhalb einer akzeptablen Toleranzschwelle liegt, bzw, die BCC-Minng Gruppe genug Kapital hat, um weiter zu minen bis die Difficulty-Anpassung für eine extrem einfache Difficulty gesorgt hat (vielleicht ja auch erst nach einer weiteren Anpassungsperiode), dann wird es für andere Miner interessant, das Lager zu wechseln. In der Regel folgt die Mining-Power der höchsten Rendite. Die SegWit2x-Vereinbarung könnte als nicht mehr bindend angesehen werden und wie Ratten, die das sinkende Schiff verlassen, würden weitere Miner zu Bitcoin Cash wechseln.

Natürlich wissen beide Seiten von diesen Möglichkeiten und sie wissen auch, dass die anderen Wissen, dass sie es wissen. Dementsprechend könnten die Reaktionen vorausgeplant werden und in einem nicht enden wollenden vorhersehbaren rekursiven Planspiel könnte so Bitcoin Cash Bitcoin “entmachten”.

Ich gehe davon aus, dass große Pools “verdeckt” BCC minen werden, um auf diesen Fall vorbereitet zu sein, wenn er nicht sogar von ihnen initiiert wurde! Niemand weiß, ob BCC nicht auch so etwas wie eine Rückversicherung ist, falls SegWit2x im November die Blockgröße nicht erhöht wie im NYA (New York Agreement) vereinbart. Die Miner könnten dann einfach sofort die komplette Mining Power auf BCC schalten und so “übernehmen”. Undenkbar halte ich so etwas nicht, denn auch auf der anderen Seite halte ich BIP148/UASF für nichts anderes als eine scheinbar abgespaltene Gruppierung, die für nichts anderes sorgen soll, als durch Setzen eine Deadline Druck auf die Miner aufzubauen und SegWit “irgendwie” zu unterstützen. SegWit wäre mit BIP148 auf jeden Fall aktiviert worden, die Miner wollten keinen Fork, auf den sie keinen Einfluss mehr haben. Machtverlust sollte auf jeden Fall verhindert werden. So wurden sie zu SegWit2x “gedrängt” und haben unter dem Zugeständnis des größeren Blockgrößenversprechens im kommenden November denn schließlich zugestimmt. Doch vielleicht war dies nur ein geschickter Schachzug oder eine erforderliche Konstellation im Go-Spiel?

Aber wenn BIP148/UASF nur ein Instrument der Willensdurchsetzung auf Seiten der Entwickler war, dann könnte Bitcoin Unlimited und später BCC auf Seiten der Miner eine von langer Hand geplanter Move sein: Die Etablierung eines Altcoin mit großerem Wert (also Handelskurs) als der Bitcoin Minimum-Kurs zu dem sich Bitcoin-Mining noch lohnt. Dafür würde sprechen, dass Unterstützer von Bitcoin Unlimited scheinbar aus dem Nichts auftauchten und mit hoher Mining-Power ausgestattet wurden und sofort global ihre “Propaganda” aufnahmen. Woher kam denn das Kapital und die Hardware für so einen Schnellstart wohl?

Das oben skizzierte Szenario würde passen. Das Investment der Miner (Hardware und Entwicklung selbiger) wäre geschützt. Unter anderem auch vor einem möglichen Wechsel des Algorithmus (Proof of Work, derzeit SHA-256). Sollte der stattfinden, könnten sie die komplette Mining Power auf BCC umleiten.

Fazit

Natürlich kann nur die Zeit zeigen, wie sich Bitcoin in naher Zukunft entwickeln wird. Im Moment scheint es, die Kuh ist vom Eis, aber der Elefant weigert sich mit stoischer Gelassenheit, ans Ufer zu kommen. BCC hat gute Chancen ein wertiger Altcoin zu werden und das Potential, des “Hijackings”! Die Miner fühlten sich bereits in der Vergangenheit übergangen, in ihrer Rolle als “größter Support für Bitcoin und Creator of Wealth” unterschätzt und letztendlich betrogen. Wenn Bitcoin Cash eine von der Gemeinschaft der großen (chinesischen) Mining Pools gesteuertes Instrument ist, stehen uns wilde Zeiten bevor.

Bin ich zu paranoid? Kommentare mit jeglicher enthaltener Verschwörungstheorie höchst willkommen!

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