Elektronik, Projekte & Basteln2017-09-01T12:57:23+00:00

Soon to the moon!

Quite nice, #Bitcoin. But well, we know: Soon to the moon!

8. November 2021|Kommentare deaktiviert für Soon to the moon!

Taproot erklärt: Komplex, aber nicht (allzu) kompliziert!

Das Bitcon-Update Taproot 🟩🟩🟩 ist seit Mitte 2021 „locked in“! Es wird Zeit sich mal näher damit auseinander zu setzen und zu lernen, warum #segwit, #schnorr und #taproot ein Trio sind, dass Bitcoin als Zahlungsprotokoll allen anderen Coins überlegen macht.

7. November 2021|Schlagwörter: , , , , , |Kommentare deaktiviert für Taproot erklärt: Komplex, aber nicht (allzu) kompliziert!

Bitcoin: China zieht die Regulierungsschrauben an

Wer immer noch der Meinung ist, dass der harte Absturz des Bitcoin-Kurses etwas mit Elon Musk zu tun hat, sollte sich mit der Idee anfreunden, dass er wahrscheinlich falsch liegt und dessen Einfluss auf den Preisbildungsprozess auf den globalen Märkten stark überschätzt wird.

Viel wahrscheinlicher ist, dass die neuesten Restriktionen der People’s Bank of China für Bitcoin und andere Kryptowährungen der Grund für einen vorübergehenden Rückzug vieler Investoren sind. Wie viele andere wurde wohl nicht damit gerechnet, dass der Einfluss der chinesischen Marktteilnehmer so groß ist, da die meisten nur auf Ihr eigenes kleines Bitcoin-Universum fokussiert sind.

Ein kleiner Rückblick:
2013 – China verbietet Banken den Bitcoin-Handel
2014 – China verbietet Banken den Handel – Bitcoin stürzt um 29% ab
2015 – China verbietet den Banken und ihren Angestellten, sich an Bitcoin-Geschäften zu beteiligen, sowie die Bitcoin-Industrie zu bedienen oder mit ihr Geschäfte zu machen
2016 – …
2017 – China verbietet Ethereum

Und nur mal als kleine Erinnerung: China verbietet auch Facebook, Twitter, Youtube, Instagram, Google Maps, Gmail, Telegram, WhatsApp, Drop Box, Sound Cloud, Pornhub, WikiLeak. Teilweise sind lokale Services erfolgreich in die Bresche(n) gesprungen, sind in der chinesischen Versions des Internets sehr erfolgreich und bekommen auch international mehr und mehr Zulauf mit “internationalisierten Versionen” ihrer Software oder Services.

Was hat das mit Bitcoin & Co zu tun?

Chinesische Regulierungsbehörden haben die Restriktionen verschärft, die es Finanzinstituten und Zahlungsabwicklern verbieten, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen anzubieten, was ein erneutes hartes Durchgreifen gegen digitales Geld darstellt. Im Vergleich zu einem früheren Verbot aus dem Jahr 2017 haben die neuen Regeln den Umfang der verbotenen Dienstleistungen stark erweitert und beurteilen, dass “virtuelle Währungen nicht durch einen realen Wert gestützt werden”.

Wie sehen die neuen Maßnahmen aus?

Drei Verbände der Finanzindustrie wiesen am Dienstag ihre Mitglieder, zu denen Banken und Online-Zahlungsabwicklern gehören, an, keine kryptobezogenen Dienstleistungen anzubieten, wie z.B. Kontoeröffnungen, Registrierung, Handel, Clearing, Abwicklung und Sicherung, und wiederholten damit das Verbot von 2017.

Aber das neue Verbot, das von der People’s Bank of China (PBOC) veröffentlicht wurde, umfasst auch Dienstleistungen, die zuvor nicht erwähnt wurden. So wurde zum Beispiel klargestellt, dass Institutionen keine virtuellen Währungen akzeptieren oder sie als Zahlungs- und Abwicklungsmittel verwenden dürfen. Auch dürfen Institutionen keine Wechseldienste zwischen Kryptowährungen und dem Yuan oder Fremdwährungen anbieten. Darüber hinaus wurde Instituten untersagt, Kryptowährungs-Spar-, Treuhand- oder Verpfändungsdienste anzubieten und kryptobezogene Finanzprodukte herauszugeben. Und virtuelle Währungen dürfen nicht als Anlageziele von Treuhand- und Fondsprodukten verwendet werden. Banken und Zahlungsabwicklern wurden außerdem aufgefordert, die Überwachung von Geldströmen, die in den Handel mit Kryptowährungen involviert sind, zu verstärken und sich bei der Erkennung solcher Risiken enger zu koordinieren.

Die Richtlinien wurden in einer gemeinsamen Erklärung von der National Internet Finance Association of China, der China Banking Association und der Payment and Clearing Association of China veröffentlicht.

Die Situation bisher

China erkennt Kryptowährungen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel an und das Bankensystem akzeptiert keine Kryptowährungen und bietet keine entsprechenden Dienstleistungen an. Im Jahr 2013 definierte die Regierung Bitcoin als virtuelle Ware und sagte, dass Einzelpersonen frei an ihrem Online-Handel teilnehmen dürfen.

Später im selben Jahr jedoch verboten die Finanzaufsichtsbehörden, einschließlich der PBOC, Banken und Zahlungsabwicklern, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Bitcoin anzubieten. Im September 2017 verbot China Initial Coin Offerings (ICOs), um Investoren zu schützen und finanzielle Risiken einzudämmen. Die ICO-Regeln untersagten auch Kryptowährungshandelsplattformen, gesetzliche Zahlungsmittel in Kryptowährungen umzuwandeln und umgekehrt. Die Restriktionen veranlassten die meisten solcher Handelsplattformen zur Schließung, wobei viele ins Ausland abwanderten.

Die ICO-Regeln haben auch Finanzunternehmen und Zahlungsabwicklern davon abgehalten, Dienstleistungen für ICOs und Kryptowährungen anzubieten, einschließlich Kontoeröffnungen, Registrierung, Handel, Clearing oder Liquidationsdienste. Bis Juli 2018 haben sich 88 Handelsplattformen für virtuelle Währungen und 85 ICO-Plattformen vom Markt zurückgezogen, sagte die PBOC.

Warum diese Verschärfungen der Regeln gerade jetzt kommen

Der globale Bitcoin-Bullrun in den letzten Monaten hat den Kryptowährungshandel in China wiederbelebt, angeheizt und große wie kleine Investoren und Spekulanten auf den Plan gerufen.

Die Industrierichtlinie vom letzten Dienstag warnte davor, dass der spekulative Bitcoin-Handel wieder aufgelebt sei und “die Sicherheit des Eigentums der Menschen verletze und die normale Wirtschafts- und Finanzordnung störe.” Viele chinesische Investoren handelten nun auf Plattformen, die chinesischen Börsen gehören, die ins Ausland verlagert wurden, darunter Huobi und OKex. In der Zwischenzeit ist Chinas außerbörslicher Markt für Kryptowährungen wieder geschäftig geworden, während einst ruhende Handels-Chartrooms auf sozialen Medien wiederbelebt wurden. Die auf China fokussierten Börsen, zu denen auch Binance und MXC gehören, ermöglichen es chinesischen Privatpersonen, online Konten zu eröffnen, ein Prozess, der nur wenige Minuten dauert. Sie ermöglichen auch Peer-to-Peer-Geschäfte in OTC-Märkten, die helfen, chinesische Yuan in Kryptowährungen zu konvertieren. Localbitcoins.com in China erlebte breits einen anhaltenden Boom nach 2017. Die Transaktionen werden über Banken oder Online-Zahlungskanäle wie Alipay oder WeChat Pay abgewickelt. Kleinanleger kaufen auch “Rechenleistung” von Kryptowährungs-Minern, die verschiedene Investitionspläne bereitstellen, die schnelle und fette Renditen versprechen.

In der Zwischenzeit hat die “potenzielle Bedrohung” der chinesischen Fiat-Währung Yuan durch Kryptowährungen die PBOC dazu bewogen, ihre eigene digitale Währung einzuführen.

Die Hauptauswirkungen des Rundumschlags

Das neue Vorgehen erschwert es Privatpersonen, Kryptowährungen über verschiedene Zahlungskanäle zu kaufen, und könnte sich auf das Geschäft von Minern auswirken, da es für sie schwieriger wird, Kryptowährungen gegen Yuan zu tauschen und so ihre Stromrechnungen und Personlakosten zu decken. Aber auch Banken und Zahlungsabwicklern stehen vor der Herausforderung, Geldflüsse im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu identifizieren und an staatliche Stellen zu melden.

Winston Ma, Hilfsprofessor an der NYU Law School und Autor des Buches “The Digital War“, sagt, dass die neuen Regeln darauf abzielen, Krypto-Transaktionen komplett aus Chinas Finanzsystemen auszuschließen. Er erwartet, dass die Regierung neue Regelungen einführen wird, die auf Krypto-Assets abzielen. Hongkongs Bitcoin Association sagte in einem Tweet als Reaktion auf Chinas wiederholtes Verbot: “Für diejenigen, die neu in Bitcoin sind: Es ist üblich, dass die People’s Bank of China mindestens einmal in einem Bullenzyklus Bitcoin verbietet.”

Mein persönlicher Tipp: Don’t worry, buy the dip!

Hinweis:
Dieser Artikel ist informativ gemeint und versteht sich nicht als Aufforderung in hochriskante Spekulationsobjekte wie Botcoin zu investieren.

20. Mai 2021|Schlagwörter: , , , , |Kommentare deaktiviert für Bitcoin: China zieht die Regulierungsschrauben an

Hat Bitcoin eine Ideologie?

Am heutigen Karfreitag erinnerte ich mich an die Vertreibung der Geldverleiher durch Jesus. Obgleich sich daraus nicht gleich eine Zinsen ablehnende Haltung ableiten lassen kann, haben auch abseits vom Christentum alle großen monotheistischen Religionen Zinsverbote entwickelt. Die wurden in den letzten zwei- bis dreitausend Jahren entwickelt, angewandt und auch gleich wieder durch Umgehung und Aushöhlung aller Vorgaben zunichte gemacht.

Zinsen auf geliehenes Kapital ebenso wie auf Guthaben haben schlechte Eigenschaften. Zinsen sorgen dafür, dass finanzielle Risiken notwendiger Investitionen unverhältnismäig stark ausgeglichen werden. Wer viel Kapital hat, bekommt für dieses Kapital Zinsen ohne, dass dem ein tatsächlicher oder zumindest angemessener Gegenwert entgegensteht. Es mag ja teilweise gerechtfertigt sein, dass die Gefahr, verliehenes Geld zu verlieren, ausgeglichen wird. Aber die Zinsen, die verlangt werden, übersteigen in den meisten Fällen das Risiko bei weitem. Risikoausgleich ist angemessen, aber nicht so überproportional. Doch die Einschätzung des Risikos obliegt dem Kapitalgeber. Das führt zu einer Abhängigkeitssituation derjenigen ohne Kapital von denen mit Kapital und ist somit nicht nur moralisch zweifelhaft, obendrein hemmt es dringend notwendige Investitionen und Innovationen.

Ich sehe bereits eine Gruppe mit dem Finger auf mich zeigen und anklagend “Kommunist, Kommunist!” rufen, während eine zweite Gruppe mit den Schultern zuckt und solche Ideen mit dem Gedanken “Neunmalkluger Spinner mit der Neurose eines Weltverbesserers – wahrscheinlich ein armer Schlucker und Baumknutscher” abtut. Ich kann mit beiden Reaktionen gut leben, zeigen sie doch, dass wir uns längst in einem System angefreundet und es uns darin so gemütlich gemacht haben, dass jede alternative Vorstellung längst ein Tabu ist.

Persönliche Anmerkung:
Ich will an dieser Stelle aber gar nicht davon ablenken, dass ich Teil dieser Gesellschaft und somit der herrschenden Verhältnisse bin und ich weder in einer realitätsfremden Blase, noch in einem akademischen Elfenbeinturm lebe. Ich ziehe persönliche Vorteile aus dem herrschenden System. Ich bin Teil dieses Problems, wir alle sind Teil des Problems. Und wir verdanken es nur einem erfolgreichen Verdrängungsmechanismus oder totaler Ignoranz, dass uns das nur selten auffällt.

Die Dritte Welt kann ein Lied davon singen, wie sie durch Zinsen auf Kredite – gewährt durch westliche Industriestaaten – zur Hebung ihrer Bodenschätze ausgebeutet und in Abhängigkeit gebracht wird. Ab und zu ein Schuldenerlass, um die Zinsen gerade so auf einem Niveau zu halten, das fortdauernde Abhängigkeitssituation sichert.

Seit tausenden von Jahren beruht weltweit jedes monetäre System auf der Erhebung von Zinsen – von einzelnen Experimenten wie Freigeld abgesehen. Zinsen sollten zumindest im Grundsatz überdenkenswert sein und werden seit Jahrtausenden von verschieden Aspekten ausgiebig diskutiert. Eine tiefgreifende Änderung des monetären System ist aber nicht in Sicht. Zinsen dienen der Etablierung von globalen Macht- und Abhängigkeitsstrukturen und Zinsverbote würden das Establishment des Finanzwesens aufweichen. Die Chancen für eine gediegene aber ausgiebige Schneeballschlacht in der Hölle mit abschließendem Schneemann-Bauen im Fegefeuer stehen besser als die einer globalen Reform des Finanzwesens.

Bitcoin ist eine freiheitliche Ideologie

Bitcoin ist angetreten als ein Werkzeug, ein Protokoll, um diese Machtverhältnisse zu verschieben. Bitcoin nimmt dem (Fiat-)Währungen die Macht und überträgt diese in Form von Verantwortung und der Möglichkeit des Strebens nach Wohlstand zurück zu den eigentlichen Erschaffern der Werte. Die Macht kommt von den augebenden Stellen von Wertspeichern (meist durch Regierungen beauftragte Zentralbanken) und wird zum Nutzer/Anwender/Teilnehmer verschoben. Banken, die modernen Geldverleiher, bleiben außen vor. Ihre Existenzrechtfertigung als Dritte vertrauenswürdige Partei für Finanztransaktionen ist in einer Bitcoin getriebenden Finanzwelt früher oder später obsolet. Dabei glaube ich nicht einmal, dass Bitcoin das globale Währungssystem ablösen wird, sondern, dass es dieses um eine gangbare Alternative Weise erweitert.

Für solche und ähnliche Ansichten wird man herablassend als Gutmensch bezeichnet oder als bigott, wenn man von der Wertentwicklung von Bitcoin profitiert. Bitcoin ist ein Wertspeicher, digitalisiertes Geld, Asset und Investment, bei dem sich viele in Vorfreude auf den neuen Lambo die Hände reiben. Aber für mich ist Bitcoin hauptsächlich eine Protokoll, das auf einer Ideologie basiert, die einen Weg in die Freiheit aufzeigt. Weder PKI, noch Blockchain, Dezentralized Ledger oder Consensus Mechanismen sind die großen Errungenschaften von Satoshi Nakamoto, sondern die Idee, dass Bitcoin den Menschen als Werkzeug zu gleichberechtigter finanzieller Selbstbestimmung dienen kann.

2. April 2021|Kommentare deaktiviert für Hat Bitcoin eine Ideologie?
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